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Bundestagsabgeordneter Johannes Schätzl informiert sich in der Integrierten Leitstelle Passau

09.05.2022 - Ortstermin mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper

Auch in der Leitstelle konnte Johannes Schätzl (2. von links), MdB durch die Ausführungen von Oberbürgermeister und ZRF-Vorsitzenden Jürgen Dupper (4. von links) sowie Geschäftsleiter Dieter Schlegl (von links), Julia Königseder (Disposition), Andreas Pillen (stellvertretender Leiter) und Joachim Bangerl (Schichtleiter) interessante Einblicke in die Arbeit der ILS gewinnen.
MdB Johannes Schätzl informiert sich in der ILS Passau

Die Integrierte Leitstelle Passau (ILS) war kürzlich Ziel eines Besuchs des Bundestagsabgeordneten Johannes Schätzl. Oberbürgermeister Jürgen Dupper als Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Passau (ZRF) sowie Dieter Schlegl als dessen Geschäftsleiter informierten den Gast aus erster Hand über die Einrichtung und die aktuellen Entwicklungen.

Die 2012 in Betrieb genommene ILS Passau wird vom ZRF betrieben, der für die Stadt Passau und die Landkreise Passau, Rottal-Inn sowie Freyung-Grafenau und somit für ein Gebiet von knapp 3.900 Quadratkilometern zuständig ist. Alle Notrufe unter der Nummer 112 laufen in der Integrierten Leitstelle zusammen. Speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass jeder Anrufer schnelle und qualifizierte Hilfe bekommt. Bei einem Brand, einem Unfall, einer akuten Erkrankung oder einer sonstigen Notsituation gibt es einen Ansprechpartner für alle Notlagen. Die Integrierte Leitstelle Passau betreut rund 450.000 Einwohner, hinzu kommen Pendler, Kurgäste und Touristen. Sämtliche Feuerwehr- und Notfalleinsätze sowie Krankentransporte werden hier koordiniert.

2021 fielen im gesamten Zuständigkeitsbereich 100.092 Rettungsdiensteinsätze an, davon 59.009 Notfalleinsätze und 37.962 Krankentransporte an, jeweils etwa 60 Prozent waren in der Stadt und im Landkreis Passau zu verzeichnen. Dafür stehen aktuell insgesamt 19 Rettungswachen, 11 Stellplätze mit Rettungswagen, etwa 150 Notärzte und 11 Notarztstandorte zur Verfügung. Hinzu kommt der in Suben stationierte Rettungshubschrauber „Christophorus Europa 3“. Er kam 2021 in Summe 1.540 Mal zum Einsatz, jeweils zu etwa 50 Prozent auf bayerischer und österreichischer Seite. Die Tendenz ist steigend.

Besprochen wurde außerdem die Krankenhausstruktur. Im Rettungsdienstbereich Passau gibt es das Klinikum Passau mit umfassender Notfallversorgung, die Kinderklinik Dritter Orden mit umfassender kindermedizinischer Versorgung und vier Krankenhäuser mit Basisnotfallversorgung (Eggenfelden, Freyung, Rotthalmünster, Vilshofen). Die Krankenhäuser in Grafenau, Pfarrkirchen und Wegscheid haben keine Notfallversorgung.

„Für die Notfallversorgung des ländlichen Raumes ist die ILS der entscheidende Schlüssel. Gerade hinsichtlich der Versorgungssicherheit werde ich regelmäßig das Gespräch suchen“, kündigte der Bundestagsabgeordnete Johannes Schätzl an. Er bedankte sich für die Ausführungen und versprach, sich für die Belange der ILS auf Bundesebene einsetzen zu wollen.

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