Grenzenlos lebenswert

Neue Broschüre „Passau barrierefrei – Wegeweiser für Menschen mit Behinderung“

29.11.2019 - Präsentation der Broschüre im Kleinen Rathaussaal

Oberbürgermeister Jürgen Dupper (vorne 2. v. rechts) gemeinsam mit den Vertretern der beteiligten Organisationen und der Verwaltung.
Präsentation der Broschüre "Passau barrierefrei"

Die Stadt Passau verfolgt seit längerem das Ziel, Verbesserungen für Menschen mit Behinderung im Stadtgebiet zu erreichen und Barrieren abzubauen. Dazu wurde vom städtischen Sozialamt die Broschüre „Passau barrierefrei – Wegweiser für Menschen mit Behinderung“ gestaltet. Oberbürgermeister Jürgen Dupper konnte nun gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Organisationen die Broschüre präsentieren.

Das Nachschlagewerk richtet sich sowohl an Menschen mit Behinderung als auch an deren Angehörige. Das Druckwerk beschränkt sich nicht nur darauf, die wichtigsten Kontaktdaten darzustellen, sondern informiert auch über barrierefreie Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet.

Insgesamt wurden 2.000 Exemplare gedruckt. Alle Interessierten können sich die Informationsbroschüre im Rathaus, in allen Außenstellen der Stadtverwaltung und bei den Tourist-Informationen abholen oder hier abrufen.

Barrierefreiheit ist eines der großen Themen für die Stadt Passau. Ältere und behinderte Menschen sollen gleichberechtigt und eigenständig an der Gesellschaft teilhaben können. In den vergangenen Jahren wurden viele Maßnahmen in diesem Bereich umgesetzt. Vor allem im öffentlichen Raum konnten gute Lösungen gefunden werden. Beispielsweise wurden im Alt- und Innenstadtbereich die Wegebeziehungen durch den Einbau von gut begehbarem Großsteinpflaster und dem Absenken von Bordsteinen barrierefrei ausgebaut. Ebenfalls wurde die Altstadt engmaschig mit Behindertenparkplätzen versorgt. Es gibt im Stadtgebiet derzeit 55 Parkplätze für schwerbehinderte Personen.

Auch die Dienstgebäude der Stadt Passau können barrierefrei erreicht werden. Im Alten Rathaus wurde der Haupteingang baulich verändert, so dass der Zugang für Rollstuhlfahrer ohne Bodenschwelle und, dank automatischer Schiebetür, ohne Einschränkungen erfolgen kann. Außerdem sind die beiden Rathaussäle durch den Einbau von Treppenliften und Rampen auch für gehbehinderte Menschen begehbar. Bei den weiteren Gebäude wie das Neue Rathaus, das Rathaus Altes Zollamt, das Dienstleistungszentrum Passavia und das neue Jugendamt in der Vornholzstraße bestehen ebenfalls barrierefreie Zugangsmöglichkeiten.

Ein weiterer Schritt um die eigenständige Mobilität für beeinträchtigte Menschen sicherzustellen ist die Anpassung des öffentlichen Personennahverkehrs. Bei den Linienbussen der Stadtwerke Passau GmbH handelt es sich um Niederflurbusse mit ebenem Einstieg. Der Großteil davon kann bei Bedarf an der Haltestelle abgesenkt werden und ermöglicht so einen bequemen Zu- und Ausstieg. Am ZOB wurden an den Bussteigen bewusst hohe Randsteine eingebaut, um so den Höhenunterschied beim Ein- und Aussteigen so gering wie möglich zu halten. An den Enden der Bussteige sind die Randsteine für den bequemen Zugang abgesenkt.

Bei allen Neubau- und Sanierungsmaßnahmen der Stadt Passau werden die Belange der Barrierefreiheit berücksichtigt. Deshalb wird der kommunale Behindertenbeauftragte bei sämtlichen Planungen beteiligt. Darüber hinaus wird seniorengerechter und barrierefreier Wohnraum auch von der städtischen Wohnungs- und Grundstücksverwertungsgesellschaft Passau mbH geschaffen. Aktuell verfügt sie über 46 barrierefreie Wohnungen. Zusätzlich entsteht derzeit ein neues Wohnhaus in der Reinhard-Raffalt-Straße mit 27 barrierefreien Wohneinheiten.

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